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Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Bei Wasser-Wasser-Wärmepumpen besteht der Wärmequellen- und Wärmesenkenkreislauf jeweils aus Wasser. Das Wasser der Wärmequelle strömt über den Verdampfer, wobei das Kältemittel verdampft und dem Wasser Wärme entzieht, die dann in dem Kondensator an das Heizungswasser abgegeben wird.

Zwei Brunnenbohrungen sind die Voraussetzung für das Betreiben einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe. Aus dem Entnahmebrunnen (Mindesttiefe: 8 m unter Geländeoberkante) wird das Grundwasser gefördert, das in einer Wärmepumpe um bis zu 5 °C abgekühlt wird und über einen Schluckbrunnen wieder zurück in den Grundwasserleiter gelangt.

Die Funktionsweise der Wärmepumpe entspricht der eines Kühlschranks, nur mit umgekehrtem Nutzen. Ein Kühlschrank entzieht seinem Inhalt Wärme und gibt diese über den Wärmetauscher an der Kühlschrankwand an die Umgebungsluft ab. Die Wärmepumpe nutzt die vorhandene Wärme im Grundwasser und gibt sie mit einem hohen Temperaturniveau an den Heiz- und Warmwasserkreislauf ab. Als Wärmepumpen-Arbeitsmedium dient ein Kältemittel, eine schon bei niedrigen Temperaturen siedende Flüssigkeit. Die Bauteile der Wärmepumpe sind Verdampfer, Verdichter, Verflüssiger und Expansionsventil.

Mit dieser Variante kann ganzjährig der Wärmebedarf für Heizung und Warmwasser abgedeckt werden, wobei bis zu 80 % der notwendigen Energie aus dem Grundwasser gewonnen wird und ca. 20 % durch Strom gedeckt wird.